Massage und Bewegung als Prävention

Wenn wir das Flüstern des Körpers nicht hören, dass etwas aus der Balance geraten ist, beginnt er zu schreien!

 

Der Weg aus der Stressfalle! Entspannung durch Berührung und Bewegung! Unterstützung und Prävention. 

 

Die Kosten, die Stress verursacht, werden von verschiedenen Seiten auf 10 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt. 

Eine Untersuchung der Seco zeigt, dass die Zahl der Menschen, die unter chronischem Stress leiden, von 26,6 auf 34,4 Prozent gestiegen ist. Die Anzahl Arbeitender, die sich nie oder selten gestresst fühlen, ist demnach in 10 Jahren von 17,4 auch 12,2 Prozent gesunken.

Eine andere Expertise -2011 herausgegeben von der Gesundheitsförderung Schweiz-, sprach von jährlichen Kosten von bis zu 6000 Franken pro Person, wenn die Angestellten unter erhöhtem Stress arbeiten müssen. Durch Prävention könnten Arbeitsabsenzen gemäss der Studie um 1,7 Tage pro Jahr verringert werden.

Artikel der Handelszeitung

Ein Bericht vom Magazin Beobachter Gesundheit

 

Eine Massage weckt die Lebensgeister und bringt uns wieder ins Gleichgewicht: Danach fühlen wir uns beweglicher und entspannter. Doch welche Massage ist die richtige? Das Angebot der verschiedenen Techniken ist in den letzten Jahren fast unübersichtlich gross geworden. Zwar erfreut sich die klassische Sport- oder Schwedenmassage nach wie vor grosser Beliebtheit. Aber zunehmend buhlen auch Massageformen aus anderen Kulturkreisen um die Gunst der Kundschaft.

Auffällig ist auch der Trend, Lebensmittel in Wellnessbehandlungen einzubauen, wie bei der vor ein paar Jahren lancierten Schokoladenmassage. Die Körpermassage mit geschmolzener Schokolade und Mandelöl soll ein luxuriöses Entspannungsgefühl vermitteln und durch das Einwirken der Stoffe in der Kakaobutter die Haut samtweich pflegen.

Zu Beginn aller Massagekünste ging es nicht allein ums Wohlbefinden, sondern ums Heilen. Massagen gehören zu den ältesten Formen medizinischer Behandlung. Während Jahrtausenden spielte die Massage in vielen Kulturen bei der Behandlung von Verletzungen und Krankheiten eine wichtige Rolle. Dies zeigen etwa Malereien von massierenden Menschen in alten ägyptischen Grabstätten. 

 

Natürlicher Instinkt 

 

Auch in der jahrtausendealten traditionellen chinesischen Medizin, im antiken Griechenland und in Rom waren Massagen wichtige Heilmethoden bei unterschiedlichen Krankheiten. Julius Cäsar etwa soll sich täglich eine Massage gegen seine Nervenschmerzen gegönnt haben. Dass das Massieren bei Schmerzen hilft, liegt auf der Hand: Instinktiv reiben wir eine schmerzende Körperstelle, um uns Linderung zu verschaffen.

Heute gehören Massagen längst nicht mehr zum Aufgabengebiet der Ärzte, sondern werden von professionellen Masseuren oder Physiotherapeuten ausgeführt. Ein Geschäft, das boomt: Immer mehr Menschen lassen sich massieren, um die Muskeln zu lockern, Verspannungen zu lösen, durch die Entspannung Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu steigern. Jeder moderne Wellnessbetrieb, der etwas auf sich hält, bietet verschiedene Formen von Massagen an. 

Die beliebteste Massage ist die klassische Massage, nach ihrem Erfinder auch schwedische Massage genannt. Anfang des 19. Jahrhunderts hatte der Schwede Per Henrik Ling verschiedene Handgriffe wie Streichen, Kneten, Reiben, Klopfen und Vibrieren entwickelt. Haut und Muskulatur werden direkt massiert. Durch das Kneten der verspannten und harten Muskeln normalisiert sich die Spannung: Die Muskeln werden wieder weich und elastisch. 

Asiatische Massagetechniken wie Akupressur, Shiatsu oder Thaimassage arbeiten ebenfalls mit sanftem oder stärkerem Druck direkt auf die verschiedenen Körperteile. Die Techniken verbessern das Wohlbefinden, regen die Durchblutung an und lösen Verspannungen.

Die abendländische Medizin tat sich mit asiatischen Massagemethoden zum Teil lange schwer, weil diese auf der Vorstellung von Energielinien durch den Körper basieren. Dabei ist es unbestritten: Bei jeder Art von Massage reagiert der Körper allein schon dank Berührung der Haut mit der Freisetzung des Hormons Oxytocin, das Bindungen und positive Emotionen gegenüber Menschen schafft. Zudem schüttet das Hirn während der Massage Endorphine aus – körpereigene Glückshormone.

Zur gesundheitsfördernden Wirkung von Massagen auf den Körper gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen – die allerdings zu unterschiedlichen Schlüssen kommen. Einzelne Massagetherapiesitzungen reduzieren demnach Blutdruck und Herzfrequenz; nach wiederholten Sitzungen verzögerte sich zudem die Schmerzempfindlichkeit. 

Eine andere Studie dagegen belegte, dass sich die Herzfrequenz und die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Speichel zwar während der Massage verminderten – aber nur kurzfristig. Einen anhaltenden Effekt konnte man nicht nachweisen. Eine lindernde Wirkung stellten die Forscher vor allem bei Schmerzen im unteren Rückenbereich sowie bei Schulter-  und Kopfschmerzen fest.

Beugen Sie sich und Ihrem Umfeld zuliebe vor!